Sicherheit - ein Vorteil der Binnenschifffahrt
Die Sicherheit von Wasserstrassen beruht auf folgenden Hauptvorteilen: erstens auf dem grossen Abstand zu Wohngebieten und zweitens auf kleinerem Unfallrisiko, da die Verkehrsabwicklung frei von Staus ist. Die Binnenschifffahrt besitzt ferner strenge behördliche Kontrollen und eine strikte Reglementierung durch die Schifffahrtspolizei-Verordnung.
Für den Transport gefährlicher Güter wurden Vorschriften über das Laden, Löschen und Handhaben der Fracht erarbeitet. Ebenso existieren genaue Anweisungen über das Verhalten bei Zwischenfällen. Gefahrengutschiffe haben ausserdem den Revierzentralen jeweils eine Reihe von Daten zu liefern, unter anderem über die Ladung und das Reiseziel. Die Angaben werden entsprechend der Fahrt des Schiffes von Revierzentrale zu Revierzentrale weitergeleitet. Mit Hilfe dieses vernetzten "Melde- und Informationssystems in der Binnenschifffahrt (MIB) kann im Unglücksfall sofort agiert sowie der Rettungsdienst aufgeboten und informiert werden. Dieser Dienst für die rasche und zielgerichtete Intervention bei Unfällen steht keinem anderen Verkehrsträger zur Verfügung. Ausserdem können mit dem "Nautischen Informationsfunk" (NIF) allgemeine sicherheitsrelevante Nachrichten (Baustellen, Wasserstand u.s.w.) verbreitet und auch Notrufe entgegengenommen werden.
Zur feuerpolizeilichen Sicherheit tragen auch die zwei Basler Feuerlöschboote bei. Das erste dieser Feuerwehrschiffe ist in Basel bei der Schifflände stationiert und das zweite befindet sich im Rheinhafen in Birsfelden. Beide Schiffe werden von der Berufsfeuerwehr der Stadt Basel bemannt.
Stichwort Bilge. In der "Bilge", unter dem begehbaren Boden im Maschinenraum, sammeln sich Wasser und Altöl von den Motoren an. Damit dieses Bilgenwasser keine Brände und Verschmutzungen auslösen kann, wird es abgepumpt. Dies übernehmen auf dem Rhein die Bilgenentölungsboote, in Basel das "Bibo Regio" - eine Dienstleistung zur Förderung der Sicherheit und des Umweltschutzes.
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