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Verkehrsdrehscheibe Schweiz
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Die Schiffstypologie

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Tank- und Gütermotorschiffen. Bis etwa 1970 waren auf dem Rhein Frachtkähne im Einsatz, die durch Schleppboote im Schleppverband gezogen wurden. Das Motorschiff ersetzte dann mehr und mehr den Frachtkahn. Mit Schrauben ausgerüstete Dampfgüterschiffe sind auf dem Rhein seit 1910 bekannt. Das Motorschiff ist ein sogenannter Selbstfahrer, ein Transportgefäss mit eigenem Antrieb.

Ein Schiff kommt selten allein. In der Binnenschifffahrt sind - auf dem Rhein seit 1957 - folgende Schiffskompositionen für den Gütertransport üblich:

  • Koppelverband: ein Motorschiff, das einen oder mehrere Schubleichter schiebt
  • Schubverband: eine starre Verbindung zwischen einem Schubboot und maximal bis zu sechs Schubleichtern für feste oder flüssige Ladung
  • Gelenkverband: ein Motorschiff, das mit einem Schubleichter durch eine Gelenkkuppelung verbunden ist
  • Schleppzug: ein Schlepper mit Schleppkähnen im Anhang

Nur Schubboote und Schlepper besitzen die Antriebsvorrichtung, währenddessen die Schubleichter und Schleppkähne für die Ladung bestimmt und nicht motorisiert sind.

Schubschifffahrt auf dem Rhein. Nach amerikanischem Vorbild koppelte man in der Binnenschifffahrt die kastenförmigen unbemannten Schubleichter hinter- und nebeneinander. Sie werden von einem Schubboot oder einem Schubmotorschiff geschoben, mit dem sie gekoppelt sind. Eine deutsch-niederländische Reederei begann 1957 mit dem Schubboot "Wasserbüffel" und den Schubleichtern "Rheinschub 1-4" die Schubschifffahrt auf dem Rhein einzuführen. Das neue Transportsystem brachte technische und wirtschaftliche Vorteile: die neuen Schiffstypen können einfacher und schneller gebaut werden. Ferner wird Personal eingespart und weniger Treibstoff verbraucht.

Sicherheit wird gross geschrieben. Grösste Sicherheitsanforderungen werden an Bauweise und Ausrüstung der Tank- und Gefahrengutschiffe gestellt. Die Doppelhüllentechnik verhindert bei Havarien ein Leckschlagen der Tanks und Laderäume.

Die Bilgenentölung ist seit den fünfziger Jahren bekannt. Jedes Schiff mit eingebautem Motor besitzt eine Maschinenraum-Bilge, das heisst einen Raum zwischen dem begehbaren Boden des Maschinenraumes und dem Schiffsboden. Am tiefsten Punkt des Schiffes sammelt sich jeweils ein Oel-/Wassergemisch an, das durch ein Bilgenentölerboot - vorläufig noch kostenfrei - abgepumpt wird. Dieses Oel-/Wassergemisch lässt sich an Bord eines Bilgenbootes mittels Skimmer und Emulsionsspaltanlage in Wasser und Oel auftrennen. Das Wasser kann nach dem Durchlaufen diverser Reinigungsstufen bedenkenlos in den Fluss gepumpt und das gewonnene Altöl in spezialisierten Verbrennungsanlagen zur Dampferzeugung etc. genutzt werden.

Ein Blick zurück. Die alte Zeit war weniger gut. Betrachtet man alte Schiffe, so wird man fast nostalgisch. Aber eigentlich besteht kein Grund zu meinen, dass früher alles besser war. Die alten Schiffe verbrauchten nämlich mehr Treibstoff, und mit der Entsorgung nahm man es auch nicht so genau. Die modernen Schiffe sind sicher gebaut und weniger verletzlich und dadurch sind Ladungsaustritte im Havariefall kaum zu erwarten.

Gütermotorschiff
Gütermotorschiffe
Tankschiff
Bibo Regio
Bibo Regio, das Bilgenentölboot der Rheinschifffahrtsdirektion Basel.
Sicherheit - ein Vorteil der Binnenschifffahrt
Der Bau von Binnenschiffen