Luftbrücke zur Welt
Der EuroAirport Basel-Mulhouse-Freiburg liegt an der Schnittstelle traditioneller Verkehrsachsen und ist deshalb für den Luftfrachtverkehr wichtig. Sieben Destinationen werden ab EuroAirport mit direkten Express- und Kurierflügen respektive Postflügen bedient. Zudem offerieren zwei Gesellschaften regelmässige Linien-Frachtverbindungen: Die Singapore Airlines mit Destination Singapur hat dabei den grössten Anteil. Eine andere Airline fliegt nach Beirut. Der übrige Frachtverkehr wird mit Charterflügen als Bedarfsverkehr abgewickelt.
Vernetzung noch ausbaufähig. Geografisch gesehen könnte der Flughafen ohne Probleme mit anderen Verkehrsträgern vernetzt werden. Aus finanziellen Gründen und teilweise wegen der Grenzsituation wurde dies bisher verhindert. Mit Ausnahme der noch fehlenden Nordtangente auf Basler Boden ist die Anbindung des Flughafens ans Strassennetz heute schon sehr gut. Die Bahn muss noch warten. Das Trassee für einen direkten Bahnanschluss als Abzweigung von der Bahnlinie Basel-Saint Louis-Mulhouse mit einem Bahnhof unmittelbar vor dem Passagierterminal und einem Anschluss des Frachtterminals ist im Masterplan des EuroAirport reserviert. Als mögliche Varianten werden aber auch eine Verbindung von der bestehenden Bahnlinie zum Passagierterminal respektive ein Ast der Basler Ringbahn diskutiert.
Entstand Europa schon 1949? Bereits in den zwanziger und dreissiger Jahren war der Flugverkehr in Basel beträchtlich. Vor dem 2. Weltkrieg wurde etwa ein Drittel des Schweizer Flugverkehrs über den Flugplatz "Basel Sternenfeld" abgewickelt. 1946 erfolgte die Gründung des "Aéroport de Bâle-Mulhouse". Der neue Flughafen wurde nach nur zweimonatiger Bauzeit am 8. Mai 1946 eingeweiht. Die Unterzeichnung des Staatsvertrages zwischen Frankreich und der Schweiz erfolgte dann am 4. Juli 1949. Damit entstand schon in den vierziger Jahren ein Stück gelebtes Europa. Entsprechend seinem trinationalen Einzugsgebiet führt der Flughafen seit 1987 den Markennamen EuroAirport Basel-Mulhouse-Freiburg.
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