Ausstellung
Verkehrsdrehscheibe Schweiz
und unser Weg zum Meer

 

Westquaistrasse 2, CH-4057 Basel, Telefon Ausstellung 061 631 42 61, Telefon/Fax Sekretariat 061 631 42 65
Home Was die Ausstellung alles zeigt Anreise, Oeffnungszeiten, Eintrittspreise... Alles über die Rheinhäfen beider Basel Kontakt Links zu Partnern

Erster Warentransport über die Schweizer Pässe - ein Weg mit vielen Hindernissen

Noch vor Christi Geburt begann in Graubünden die Schweizer Pass- und Strassenverkehrsgeschichte. Ueber den Septimer und Julier, aber auch über den Grossen Sankt Bernhard, wurden mit Pferden und Ochsen Briefschaften und Handelswaren transportiert. Im Jahre 1220 wurde der Saumpfad über den Gotthard eröffnet und fünf Jahre später die erste Rheinbrücke. Bis ins 19. Jahrhundert kümmerten sich vor allem Säumergenossenschaften und Zünfte um die Beförderung der Güter und den Unterhalt der Strassen.

Zur Zeit der Römer. In der Schweiz begann die Pass- und Strassenverkehrsgeschichte mit der Unterwerfung Rätiens um 15 vor Christus durch die Römer. Die Uebergänge in Graubünden sollten nicht mehr nur dem Lokalverkehr dienen, sondern waren von nun an auch von militärisch-strategischem Interesse. Die Römer liessen die Pfade und Wege ausbauen und verbessern, die vor allem auch dem Postverkehr dienen sollten.

Säumergenossenschaften. In den Anfängen organisierte die ansässige Bevölkerung den Warentransport über die Pässe, welcher zu ihrer finanziellen Haupteinnahmequelle wurde. Sie kümmerten sich in Säumergenossenschaften auch um den Bau und Unterhalt der Strassen und forderten dafür von den Reisenden und Händlern entsprechende Abgaben. In sogenannten Susten, einer Art Niederlassungshäuser, fand das Kaufmannsgut Sicherheit vor Diebstahl, Schutz vor der rauhen Witterung und wurde dort auf seine Vollständigkeit hin kontrolliert.

Später kontrollierten Zöllner die Reisenden auf Passhöhen, bei natürlichen Engpässen sowie vor Stadttoren, Brücken und bei Strassenkreuzungen. Um 1830 gab es auf dem Gebiet der Eidgenossenschaft nahezu 450 Zollstellen, die nun auch von Kantonen, Städten, Genossenschaften, Zünften und Privatinstitutionen - die Vorläufer der Spediteurfirmen - verwaltet wurden. Diese vielen Zölle stellten eine besondere Belastung für den Handel dar, da Warentransporte durch Schweizer Gebiet Verzögerungen von bis zu drei Tagen erlitten und es ein teures Unternehmen wurde.

Grenzzölle. Nach dem Zusammenbruch der Alten Eidgenossenschaft 1798 versuchte der französische Herrscher Napoleon die hinderlichen Binnenzölle im Gebiet der Schweiz abzuschaffen und durch Grenzzölle zu ersetzen. Erst mit der Gründung des Bundesstaates 1848, die das Zollwesen als Sache des Bundes erklärte, wurde der Grenzzoll an der Landesgrenze eingeführt. Im gleichen Zeitraum baute man die Schweizer Passstrassen endgültig aus, denn die Konkurrenzbauten im Ausland - besonders in Frankreich - machten Druck.

Erster Warentransport mit Pferden
Während Jahrhunderten zogen Säumerkolonnen mit schwerbepackten Pferden und Maultieren über den Gotthard. Mit diesem Maultier sei der in unserem Lande selten gewordenen Tiergattung, über lange Zeit eine treue Stütze unseres Alpenverkehrs, ein Denkmal gesetzt.