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Grossgüterschifffahrt bis Basel

Die Rheinstrecke Strassburg bis Basel galt im 19. Jahrhundert in rheinischen Schifffahrts- und Industriekreisen als unüberwindliches Wildwasser. Im Mittel- und Niederrhein war die motorisierte Güterschifffahrt bereits zu Beginn des 19. Jahrhunderts bewährtes Transportmittel. Dann trat Rudolf Gelpke auf den Plan.

1902 publizierte Rudolf Gelpke seine Kampfschrift "Die Ausdehnung der Grossschiffahrt auf dem Rhein von Strassburg nach Basel" und organisiert 1903 als Beweis die denkwürdige Fahrt des Schraubendampfers "Justitia" nach Basel.

Bereits 1904 erreichte der erste mit 300 Tonnen Ruhrkohle beladene Schleppzug Basel: die "Knipscheer IX" mit dem Schleppkahn "Christina" im Anhang. Der Durchbruch war geschafft.

Noch im selben Jahr bemüht sich Rudolf Gelpke mit Erfolg um die Gründung des "Vereins schweizerischer Rheinschiffahrts-Interessenten", aus dem alsdann der "Verein für Schiffahrt auf dem Oberrhein", präsidiert von Regierungs- und Nationalrat Prof. Dr. Paul Speiser, hervorgeht, die spätere "Vereinigung für schweizerische Schifffahrt" und heutige "Schweizerische Vereinigung für Schifffahrt und Hafenwirtschaft SVS".

Rudolf Gelpke
Ingenieur Rudolf Gelpke

Dampfer "Knipscheer IX" und Kahn "Christina"
“Justitia” vor dem Hotel Dreikönig in Basel
oben: Schleppboot “Justitia” vor dem Hotel Dreikönig in Basel

links: Der Dampfer “Knipscheer IX” und der Kahn “Christina” während ihres Aufenthaltes am St. Johann Rheinweg im Juni 1904