Hafenszene: Hafen ist kombinierter Verkehr
Vernetzung. Eine der wichtigsten historischen Aufgaben der Schweizerischen Rheinhäfen bestand und besteht darin, im Netz der europäischen Handels- und Verkehrswege die Verbindung des Binnenlandes Schweiz mit dem Meer sicherzustellen. Diese Schlüsselrolle verpflichtet die Rheinhäfen, die notwendigen verkehrstechnischen Infrastrukturen zur Verfügung zu stellen.
Verkehrsdrehscheibe. Hafen bedeutet heute nicht mehr nur Anker- und Umschlagsplatz für Schiffe. Als Drehscheibe des kombinierten Verkehrs ist er die Nahtstelle zwischen Wasser, Schiene und Strasse. Der Hafen wird so zum Bindeglied zwischen verschiedenen Verkehrsträgern und deren Technologie, zum multifunktionalen Umschlagszentrum. Im Sinne des kombinierten Verkehrs findet ein Verkehrsträgerwechsel statt; dabei kann die Ladung entweder im Transportgefäss bleiben (z.B. Container) oder die Ladung (Massengut) wechselt das Transportmittel. In der Welt des Transports wird die Binnenschifffahrt zusehends wichtiger. Die Binnenschifffahrt auf dem Rhein und die Anschlussmöglichkeiten in den Schweizerischen Rheinhäfen bieten ideale Voraussetzungen für den Transport von Massen- und Schwergütern. Aber auch ganze Lastwagen, Container, Wechselaufbauten oder Sattelauflieger können auf Binnenschiffen befördert werden. Der Trend zur Containerisierung im Güterverkehr nimmt zu.
Kapazität. Infolge weltwirtschaftlicher Strukturveränderungen werden heute immer häufiger Halbfabrikate, Fertigprodukte und containerverpackte Güter transportiert. Etwa 15 Prozent des gesamten schweizerischen Aussenhandels werden über die Rheinhäfen beider Basel abgewickelt. Sicherheit, Wirtschaftlichkeit, hohe Transportvolumen und Umweltverträglichkeit sind die Hauptargumente, die für den Verkehrsträger Binnenschifffahrt sprechen.
Der Ankunftsverkehr in den Schweizerischen Rheinhäfen setzt sich aus folgenden Hauptgütergruppen zusammen:
- Nahrungs- und Futtermittel
- Feste mineralische Brennstoffe (werden in den letzten Jahren immer weniger importiert)
- Erdöl, Mineralölerzeugnisse
- Erze und Metallabfälle
- Eisen, Stahl und NE-Metalle
- Steine, Erden und Baustoffe
- Düngemittel
- Chemische Erzeugnisse
- Cellulose
- Fahrzeuge, Maschinen
- übrige Güter
Der Abgangsverkehr. Die exportierten Güter unseres Landes machen nur einen geringen Teil des Transportvolumens aus, nämlich circa 5-10 Prozent des Jahresumschlags. Durch die Strukturveränderung in der Weltwirtschaft werden mit zunehmender Tendenz Halbfabrikate, Fertigprodukte und containerisierte Güter transportiert. Die zu Tal transportierten Gütergruppen umfassen:
- Maschinen, Apparate, Fahrzeuge
- Metalle aller Art
- Metallabfälle
- chemische Produkte
- nicht weiterverarbeitbares Schweröl
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